Rechtsrisiko und Kosten durch Verletzung der Pflichtexemplarabgabe (Legal Deposit)
Definition
Nach Registrierung eines Titels über die Prepublication Data Service der National Library wird der Verlag ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nach Veröffentlichung Pflichtexemplare an die National Library of Australia und die jeweilige State Library abzuliefern sind; dies ist unter dem Copyright Act 1968 als Legal Deposit vorgeschrieben.[1] Die National Library beschreibt, dass PDS- und NED-Systeme zukünftig stärker integriert werden, und dass Metadaten aus PDS bei der elektronischen Ablieferung (NED) wiederverwendet werden können, erfordert aber aktuell noch saubere Prozessführung und Nutzung einer Referenznummer zwischen den Systemen.[6] Unterlassene oder verspätete Legal-Deposit-Lieferungen können zu Mahnungen, zusätzlichem Schriftverkehr und potenziellen rechtlichen Maßnahmen führen; selbst ohne ausgesprochene Geldbuße verursachen sie internen Verwaltungsaufwand und zusätzliche Versandkosten (Druckexemplare an mehrere Bibliotheken, teilweise Nachlieferungen bei Fehlern).[1] Als Logikschätzung: 1–2 Stunden zusätzlicher administrativer Arbeit (Klärung von Rückfragen, Nachregistrierung, manuelle Zuordnung zwischen ISBN-Daten und Deposits) à AUD 40–60 Stundensatz plus Porto und Verpackung von physischen Exemplaren (AUD 30–80 pro Titel) führen leicht zu AUD 100–300 Mehrkosten je betroffenen Titel. Über einen Backlist-Bestand von z.B. 200 Titeln, bei dem 20–30 % nachträglich korrigiert oder angemahnt werden, entstehen so mehrere Tausend AUD an unnötigen Compliance-Kosten.
Key Findings
- Financial Impact: Geschätzt: Zusätzliche Verwaltungs- und Versandkosten von rund AUD 100–300 pro Titel bei verspätetem/fehlerhaftem Legal Deposit; bei 50 betroffenen Titeln pro Jahr ergeben sich AUD 5.000–15.000 jährliche Mehrkosten.
- Frequency: Vor allem beim Übergang von Neuerscheinung zur Veröffentlichung, wenn Pflichtexemplare an National Library und State Libraries fällig werden, sowie rückwirkend bei Backlist-Titeln, deren Ablieferung nicht sauber dokumentiert ist.
- Root Cause: ISBN- und Metadatenprozesse (Thorpe-Bowker, interne Titelverwaltung) sind organisatorisch von Legal-Deposit- und NED-Prozessen getrennt; fehlende Verknüpfung der Referenznummern zwischen PDS-Anmeldung und späterer Ablieferung; kein automatisches Monitoring, welche Titles mit ISBN bereits publiziert wurden, aber noch nicht an National-/State-Libraries geliefert sind.
Why This Matters
The Pitch: Australische Verlage riskieren rechtliche Schritte und tragen unnötige Verwaltungs- und Versandkosten im Wert von schätzungsweise AUD 100–300 pro Titel durch manuell getrennte ISBN-Registrierung und Legal-Deposit-Prozesse. Automation linking ISBN metadata, PDS and NED can cut these compliance costs and risks.
Affected Stakeholders
Verleger, Rechte- und Lizenzabteilung, Produktion/Verlagsservice, Self-Publishing-Autoren
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Umsatzverlust durch fehlerhafte oder unvollständige ISBN-Metadaten
Kapazitätsverlust durch verzögerte Sichtbarkeit in Bibliotheks- und Händlerkatalogen
Verzögerter Zahlungsfluss durch langsame Royalty‑ und Earn‑Out‑Abrechnung
Fehlentscheidungen bei Vorschuss‑Höhen durch ungenaue Earn‑Out‑Daten
Autorenunzufriedenheit und Abwanderung durch intransparente Earn‑Out‑ und Royalty‑Reports
Unfaire Beteiligung an Nebenrechten durch schwache Vertragsverhandlung
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