Verlust an Bearbeitungskapazität durch manuelle Genehmigungsprozesse in der Schadenregulierung
Definition
APRA betont in CPS 220 und verwandten Guidance-Dokumenten die Notwendigkeit robuster Governance und angemessener Eskalationswege für wesentliche Risikoentscheidungen, einschließlich großer Vergleichszahlungen. In der Praxis führen starre, manuell umgesetzte Autorisierungsregeln in vielen australischen Versicherungsgesellschaften dazu, dass mittlere und große Vergleichsvorschläge mehrfach in Meetings diskutiert oder per E‑Mail-Runden abgestimmt werden. Insbesondere bei hohen Material- und Baukosten, die seit 2019 um 29 % und seit 2022 um 30 % gestiegen sind,[5] haben Durchschnittsschäden in der Haus- und Gewerbeversicherung Schwellenwerte überschritten, die früher nur für Großschäden galten, sodass viel mehr Fälle Gremienfreigaben benötigen. Claims Adjuster verbringen dadurch signifikante Zeit mit Nachverfolgung von Freigaben, Erstellung redundanter Reportings und Vorbereitung von Entscheidungsvorlagen, anstatt aktiv Claims zu schließen. Dies reduziert den Durchsatz und verlängert die Zeit bis zum Abschluss von Vergleichen.
Key Findings
- Financial Impact: Quantified (Logic & Market Data): In einer mittelgroßen Schadenorganisation mit 100 Claims-Mitarbeitern, die im Schnitt 30 % ihrer Zeit (0,3 FTE) auf Freigabeprozesse, Eskalationen und interne Abstimmung verwenden, entfallen 100 × 0,3 × 1.600 Stunden ≈ 48.000 Stunden p.a. auf diese Tätigkeiten. Wenn durch Automatisierung und klar definierte Delegationsrahmen 20–30 % dieser Zeit eingespart werden können, entspricht dies 9.600–14.400 Stunden p.a. Bei Vollkosten von AUD 60–90 pro Stunde ergibt sich ein Kapazitätsverlust von AUD 0,6–1,3 Mio. p.a., der sich als „Money Bleed“ in Form verpasster Effizienzgewinne und längerer Regulierungszeiten manifestiert.
- Frequency: Täglich bei allen Schäden oberhalb bestimmter Schwellenwerte; eskaliert in Katastrophenlagen, wenn viele Vergleiche gleichzeitig freizugeben sind.
- Root Cause: Legacy-Prozesse ohne moderne Workflow-Unterstützung; heterogene Freigabegrenzen je Produkt und Bundesstaat; fehlende Integration von Aktuariatsfreigaben in die Kernsysteme; Kultur der Konsensentscheidungen statt klarer Delegationsregeln.
Why This Matters
The Pitch: Claims- und Aktuariatsabteilungen in Australien 🇦🇺 verlieren schätzungsweise 5.000–15.000 Stunden pro Jahr an ineffiziente Settlement-Genehmigungen. Eine Workflow-Engine mit klaren Limits und Straight-through-Processing spart 20–40 % dieser Zeit und ermöglicht zusätzliche produktive Schadensbearbeitungskapazität.
Affected Stakeholders
Claims Adjusters, Claims Team Leaders, Head of Claims, Actuarial Managers, Risk & Compliance Officers
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Current Workarounds
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Get Solutions for This Problem
Full report with actionable solutions
- Solutions for this specific pain
- Solutions for all 15 industry pains
- Where to find first clients
- Pricing & launch costs
Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Evidence Sources:
- https://www.meridianlawyers.com.au/insights/insurance-claims-trends-in-the-australian-market-2025/
- https://www.apra.gov.au/sites/default/files/2023-05/NCPD%20Analysis%20-%20Review%20of%20claims%20trends%20and%20affordability%20of%20public%20liability%20and%20professional%20indemnity%20insurance%20in%20Australia%20-%20May%202023.pdf
Related Business Risks
Überhöhte Vergleichszahlungen durch schwache Verhandlungsführung
Verzögerte Rückversicherungserstattungen durch langsame Vergleichsfreigabe
Überhöhte externe Gutachter- und Anwaltskosten in Vergleichsverhandlungen
AFCA-Beschwerden und ASIC-/APRA-Maßnahmen wegen unangemessener Vergleichsangebote
Fehlende aktuariell fundierte Vergleichsstrategie führt zu Reservefehlern
Fehlentscheidungen bei Tarifindikation durch unzureichende, nicht standardisierte Aktuariatsdokumentation
Request Deep Analysis
🇦🇺 Be first to access this market's intelligence