Erlösverlust durch fehlerhafte Interline-Umsatzaufteilung
Definition
Interline- und Durchgangstickets erfordern eine detaillierte Verteilung des Ticketpreises auf alle beteiligten Verkehrsunternehmen nach vordefinierten Regeln (Proration). Die IATA Ticketing Handbook beschreibt, dass Interline-Settlement und Proration der Erlöse komplexe, regelbasierte Prozesse sind, die speziell unterstützt werden müssen, um korrekte Abrechnungen sicherzustellen.[4] Ohne spezialisierte Systeme führen unterschiedliche Tariflogiken, manuelle Tabellen und verspätete Datenlieferungen zu Unterfakturierungen (nicht abgerechnete Teilstrecken), Überfakturierungen mit späteren Gutschriften sowie langwierigen Differenzklärungen. Im Luftverkehr wird betont, dass falsche oder verspätete Interline-Abrechnung zu erheblichen Ertragsverlusten und höheren Transaktionskosten führen kann.[3][4] Übertragen auf Bus-Interline-Vereinbarungen in Australien, bei denen mehrere private Betreiber im Auftrag der Bundesstaaten koordiniert werden,[1] ist eine ähnliche Fehleranfälligkeit gegeben. Logisch abgeleitet: Bei fehlender vollautomatischer Proration verliert ein Betreiber leicht 1–3 % der Interline-Erträge durch Rundungsfehler, nicht gemeldete Fahrten, Ausfall von Nachbelastungen oder verjährte Forderungen. In einem Netz mit z.B. 5–10 Mio. AUD Jahresumsatzanteil aus Interline-Tickets entspricht das 50.000–300.000 AUD p.a. an stillen Erlösverlusten.
Key Findings
- Financial Impact: Logik-basiert: typischerweise 1–3 % der Interline-Ticketerlöse nicht realisiert; bei 5–10 Mio. AUD Interline-Umsatzanteil ≈ 50.000–300.000 AUD p.a. je Betreiber.
- Frequency: Fortlaufend bei jedem Abrechnungszyklus (monatlich/vierteljährlich) mit kumulativen Jahresverlusten.
- Root Cause: Komplexe Prorationsregeln ohne durchgängige IT-Unterstützung; inkonsistente Datenformate zwischen Partnern; verspätete oder fehlende Leistungsnachweise; kein systematisches Matching von verkauften Segmenten zu gefahrenen Leistungen; begrenzte Transparenz in Multi-Operator-Netzen.
Why This Matters
The Pitch: Interurban- und Regionalbusbetreiber in Australien 🇦🇺 verlieren schätzungsweise 1–3 % der Interline-Ticketerlöse (typisch 50.000–300.000 AUD p.a. bei mittleren Netzen) durch falsche Umsatzaufteilung und nicht geltend gemachte Forderungen. Automatisierung der Interline-Proration und Abstimmung mit Partnern eliminiert diese Verluste.
Affected Stakeholders
Leitung Finanzen/CFO, Leiter Erlösmanagement, Revenue-Accounting-Team, Leiter Vertrieb und Ticketing, IT-Leitung (Ticketing- und Backoffice-Systeme)
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Verzögerter Zahlungseingang durch Interline-Abstimmungsprozesse
Kundenunzufriedenheit und Erstattungen durch Interline-Ticketing-Probleme
Fehlentscheidungen bei Verkehrsverträgen durch ungenaue Interline-Ertragsdaten
Bußgelder wegen Nichteinhaltung der Disability Standards im ÖPNV
Hohe Verwaltungskosten durch manuelle Bearbeitung von Barrierefreiheitsanfragen
Kundenabwanderung durch unzureichende Unterstützung von Fahrgästen mit Behinderung
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