Verzögerte Zahlungseingänge durch fehlende oder verspätete POD-Erfassung
Definition
Im B2B-Geschäft mit Bauunternehmen und Installationsbetrieben verlangen viele Debitoren einen POD-Nachweis (Unterschrift, Lieferschein, digitaler Beleg), bevor eine Rechnung zur Zahlung freigegeben wird. Handelsleitfäden betonen, dass eine Kopie des unterschriebenen und datierten Fracht-/Lieferscheins der Buchhaltung zu senden ist, damit sie mit der Lieferantenrechnung abgeglichen und Zahlungen nur für tatsächlich erhaltene Ware geleistet werden.[1] Überträgt man dieses Prinzip auf den Großhandel, bedeutet eine verspätete oder fehlende Übergabe des POD an Accounts Receivable, dass Kundenrechnungen in Freigabe-Workflows hängenbleiben. Ohne verknüpfte POD-Daten kann der Kunde die Prüfung nicht abschließen oder stellt Rückfragen, was zu Zahlungsaufschub führt. In vielen Bauprojekten mit strengen Zahlungsfristen und "Pay-when-certified"-Mechanismen bewirkt dies, dass Zahlungsziele effektiv von z. B. 30 auf 37–45 Tage ansteigen. Der finanzielle Effekt sind höhere Working-Capital-Bestände und ggf. zusätzliche Finanzierungskosten oder entgangene Skonti.
Key Findings
- Financial Impact: Logic-based Schätzung: 3–7 zusätzliche DSO-Tage, die direkt auf verspätete POD-Erfassung zurückzuführen sind. Bei offenen Forderungen von durchschnittlich AUD 5–10 Mio. bedeutet jedes zusätzliche DSO-Tag ca. AUD 5,000–10,000 gebundenes Kapital; 3–7 Tage entsprechen somit ca. AUD 15,000–70,000 dauerhaft gebundenem Kapital. Unter Annahme von 8–10% Kapitalkosten sind dies 1,200–7,000 AUD p.a. reine Finanzierungskosten – wichtiger ist jedoch der Liquiditätseffekt von 200,000–600,000 AUD, die bei Prozessverbesserung früher zur Verfügung stünden.
- Frequency: Permanent; zeigt sich als strukturell erhöhter DSO und wiederkehrende Rückfragen von Kunden zu Lieferscheinen und PODs, insbesondere bei Großprojekten und öffentlichen Auftraggebern.
- Root Cause: Trennung von Logistik- und Fakturasystemen; manuelle Übergabe von Papier-PODs an das Backoffice; fehlender digitaler Workflow, der POD sofort an Rechnung und Kundenportal anheftet; uneinheitliche Prozesse mit Drittlogistikern; kein Monitoring, welche Rechnungen wegen fehlender POD in Genehmigungsschleifen hängen.
Why This Matters
The Pitch: Großhändler für Hardware, Sanitär und Heizung in Australien 🇦🇺 binden 200,000–600,000 AUD zusätzlicher Liquidität, weil Rechnungen ohne rechtzeitig erfasste POD von Baustellen-Lieferungen verspätet freigegeben werden. Automatisierte, sofortige POD-Übermittlung an die Faktura verkürzt DSO um 3–7 Tage.
Affected Stakeholders
CFO / Finanzleitung, Leitung Debitorenbuchhaltung, Credit Manager, Leitung Logistik, Key Account Manager für Großkunden
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Evidence Sources:
Related Business Risks
Ungelieferte oder nicht nachweisbare Baustellen-Lieferungen werden nicht (oder verspätet) fakturiert
Zusatzkosten durch Fehlanlieferungen, Rücktransporte und Adressfehler bei Baustellenzustellungen
Kosten durch beschädigte oder fehlende Ware mangels sauberer Wareneingangs- und POD-Dokumentation
Kundenkonflikte und Auftragsverlust durch unklare Zustell- und Abholprozesse
Erlösverluste durch fehlerhafte oder verspätete Rechnungsstellung
Strafzuschläge und Zinsen wegen fehlerhafter GST/BAS‑Erfassung von Forderungen
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