Ausgleichsabgabe wegen nicht erfüllter Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen
Definition
Private und öffentliche Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, mindestens 5 % dieser Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Wird die Quote unterschritten, ist eine monatliche Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt fällig, deren Höhe von der tatsächlichen Beschäftigungsquote abhängt. Für den Meldezeitraum 2025 wurde die Abgabe deutlich erhöht: z.B. €155 je unbesetztem Pflichtplatz bei 3–<5 %, €275 bei 2–<3 %, €405 bei 0–<2 % und €815 bei 0 % Beschäftigung; zusätzlich gibt es eine noch höhere Stufe bis €1.050.[1] Diese Kosten treffen insbesondere Unternehmen, die trotz vorhandener Reha-Angebote und Integrationsleistungen keine systematische Zusammenarbeit mit beruflichen Reha-Trägern und Integrationsämtern aufbauen.
Key Findings
- Financial Impact: Quantifiziert (HART/LOGIK): Laut aktueller Regelung bis zu €815–€1.050 pro Monat und unbesetztem Pflichtplatz.[1] Bei 100 Arbeitsplätzen ergibt dies 5 Pflichtplätze; bei 0 % Schwerbehindertenquote können somit bis zu ca. €63.000 p.a. Ausgleichsabgabe anfallen (5 × €1.050 × 12 Monate).
- Frequency: Jährlich mit der Anzeige der beschäftigten schwerbehinderten Menschen, Zahlung der Abgabe monatlich/periodisch; de facto ein dauerhafter Kostenblock, solange die Quote nicht erfüllt ist.
- Root Cause: Nicht-Erfüllung der Beschäftigungspflicht, fehlende Nutzung von Unterstützungs- und Förderinstrumenten der beruflichen Rehabilitation, geringe Transparenz über passende Kandidaten und Fördermöglichkeiten.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Vocational Rehabilitation Services.
Affected Stakeholders
Geschäftsführung, HR-Leitung, Betriebsrat/Schwerbehindertenvertretung, Leitung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Controlling
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Verzögerte Zahlungsflüsse durch fehlerhafte oder nicht konforme Rechnungen an öffentliche Kostenträger
Bußgelder und Nachzahlungen wegen GoBD- und steuerlicher Dokumentationsmängel in Reha-Einrichtungen
Verlust produktiver Kapazität durch überbordende Bürokratie bei Dokumentation und Berichtspflichten
DSGVO-Bußen bei Bewerberdaten-Matching
Kosten durch Fehlversorgung mit Hilfsmitteln
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