Hoher Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand für Artenschutz- und Zuchtprogramme (Species Survival Plans)
Definition
Moderne Zoos beziehen Tiere überwiegend über Austausch- und Zuchtprogramme, insbesondere für bedrohte Arten.[3] Für diese Programme (z. B. Species Survival Plans / EAZA Ex situ Programmes) werden internationale Zuchtbücher geführt und über Informationssysteme wie Species360 koordiniert.[3] Erwerb, Abgabe und Transport von Tieren müssen dabei mit den Artenschutzvorgaben (CITES), der EU-Zoorichtlinie und nationalem Recht in Einklang stehen und werden in der Regel als nicht-kommerzielle Transfers mit strengen Dokumentationsstandards abgewickelt.[3][5] Neben den extern vorgegebenen Daten (Individuenhistorie, Genetik, Herkunft, Gesundheitsstatus) müssen Zoos national auch tierschutzrechtliche Anforderungen erfüllen, etwa Sachkundenachweise für zuständiges Personal (§2 TierSchG, konkretisiert durch Fachinformationen der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz).[6] In der Praxis führt dies zu einem Flickenteppich aus Excel-Listen, PDF-Akten, E-Mails und getrennten Zootierverwaltungs- und Compliance-Systemen. Jede Tierakquisition oder -abgabe erzeugt damit wiederkehrend Stunden an Verwaltungsarbeit (Zusammentragen von Nachweisen, Abgleich Studbook, Einholen und Archivieren von Genehmigungen). Auf Basis üblicher Personalkosten im öffentlichen/halböffentlichen Bereich führt ein administrativer Mehraufwand von z. B. 5–10 Stunden pro Transfer schnell zu signifikanten Kosten pro Jahr bei aktiven Zuchtprogrammen.
Key Findings
- Financial Impact: LOGIK: Angenommen 5–10 Stunden Verwaltungsaufwand pro Tiertransfer (Datenpflege, Genehmigungen, Dokumente) bei durchschnittlichen Vollkosten von ca. €50/Stunde im öffentlichen/halböffentlichen Sektor ergibt €250–€500 je Transfer. Bei 50–100 Transfers pro Jahr im Rahmen von Zucht- und Austauschprogrammen entstehen damit Mehrkosten von etwa €12.500–€50.000 pro Jahr und Zoo rein für manuelle Verwaltung.
- Frequency: Regelmäßig, bei jedem Tiererwerb, -tausch oder -abgabe im Rahmen von Zucht- und Artenschutzprogrammen.
- Root Cause: Fehlende integrierte Workflows zwischen Artenschutz-/Zucht-Datenbanken (z. B. Species360), internen Tierverwaltungs- und Dokumentenmanagementsystemen; hohe Papier- und E-Mail-Basiertheit der Genehmigungs- und Nachweisprozesse; heterogene Anforderungen verschiedener Verbände und Behörden.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Zoos and Botanical Gardens.
Affected Stakeholders
Kuratoren / Kuratorinnen, Zuchtkoordinatoren, Tierbestandsverwaltung, Verwaltungsleitung, Compliance- und Dokumentationsbeauftragte
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Current Workarounds
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Get Solutions for This Problem
Full report with actionable solutions
- Solutions for this specific pain
- Solutions for all 15 industry pains
- Where to find first clients
- Pricing & launch costs
Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Bußgelder und Strafbarkeit bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz (Tiererwerb, Haltung, Transport)
Fehlentscheidungen bei Tiererwerb und -tausch durch unvollständige Daten (Zucht- und Populationsmanagement)
Strafen für ungenehmigte Tiertransfers (Verstoß gegen Verkaufsverbot)
GoBD-Verstoß bei Tierarzt-Dokumentation
Quarantäne- und Rücksendekosten durch Dokumentenfehler
GoBD-Verstöße bei Fördermittel-Nachweisen
Request Deep Analysis
🇩🇪 Be first to access this market's intelligence