Verlust von wissenschaftlicher und Bildungs-Kapazität durch manuellen Erfassungsaufwand
Definition
Die botanischen Sammlungen in Deutschland umfassen Millionen von Belegen und lebenden Pflanzen; allein die herbarisierten Bestände werden auf über 15–23 Millionen Exemplare geschätzt.[2][6] Für lebende Sammlungen wie in München-Nymphenburg wird hervorgehoben, dass die Dokumentation von Herkunft und Bestandsdaten ‚viel Fachwissen, Zeit und Geld‘ erfordert.[1] Gleichzeitig bauen deutsche Einrichtungen Infrastruktur auf, um Daten standardisiert (z.B. ABCD-Standard) über BioCASe-Software an Portale wie GBIF, Virtual Herbarium Germany und Gardens4Science zu liefern, was weitere technische und organisatorische Aufwände verursacht.[1][2][7][8] Die in diesen Projekten eingesetzte BioCASe-Provider-Software und darauf aufsetzende Portale zeigen, dass erhebliche Ressourcen in die Konfiguration, Datenaufbereitung und laufende Datenpflege fließen; es werden Schulungen und Workshops zur Einrichtung der Systeme angeboten, was die Komplexität unterstreicht.[2][8] Wenn Inventur- und Vermehrungsvorgänge in den Gärten selbst nicht effizient digitalisiert sind (z.B. mobile Erfassung im Gelände, Etiketten-Scanning, automatisierter Export), werden Pflege- und Kuratorenstunden mit manueller Erfassung, Dubletten-Prüfung und Datenformatierung gebunden. Bei einem Team, das z.B. 0,5–1,0 Vollzeitäquivalent (FTE) allein für Dateneingabe und -bereinigung aufwendet, entstehen jährliche Personalkosten von grob 25.000–80.000 € (je nach Tarif), von denen 20–40 % durch Workflow-Automatisierung (Standard-Schnittstellen, mobile Erfassung, automatisierte Exporte) eingespart oder in wertschöpfendere Tätigkeiten umgewidmet werden können.
Key Findings
- Financial Impact: Geschätzt: 20–40 % von 0,5–1,0 FTE Kuratoren-/Dokumentationspersonalkapazität, typischerweise 20.000–80.000 € Opportunitätskosten pro Jahr bei mittelgroßen Einrichtungen
- Frequency: Kontinuierlich; laufende Datenerfassung, jährliche Inventuren, regelmäßige Exporte an Datenportale
- Root Cause: Hohe Komplexität der Datenstandards (ABCD etc.), heterogene lokale Datenbanken in verschiedenen Gärten, fehlende Ende-zu-Ende-Digitalisierung vom Beet bis zum Portal, manuelle Medienbrüche (Papier-Notizen, Excel, separate Export-Skripte).
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Zoos and Botanical Gardens.
Affected Stakeholders
Kuratorinnen und Kustoden, Wissenschaftliche Mitarbeitende, IT-/Datenmanager, Gärtnerische Teams mit Dokumentationsaufgaben, Direktion (Kapazitätsplanung)
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Current Workarounds
Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.
Get Solutions for This Problem
Full report with actionable solutions
- Solutions for this specific pain
- Solutions for all 15 industry pains
- Where to find first clients
- Pricing & launch costs
Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Fehlentscheidungen bei Sammlungspflege durch unvollständige Bestandsdaten
Strafen für ungenehmigte Tiertransfers (Verstoß gegen Verkaufsverbot)
GoBD-Verstoß bei Tierarzt-Dokumentation
Quarantäne- und Rücksendekosten durch Dokumentenfehler
GoBD-Verstöße bei Fördermittel-Nachweisen
Verzögerte Förderauszahlungen durch Rechnungsfehler
Request Deep Analysis
🇩🇪 Be first to access this market's intelligence