🇩🇪Germany

GEMA-Nachzahlungen und Vertragsstrafen für nicht gemeldete Aufführungen

3 verified sources

Definition

In Deutschland ist GEMA die einzige Verwertungsgesellschaft für Aufführungsrechte an geschützter Musik; jede öffentliche Wiedergabe – inklusive Tanzaufführungen, Proben mit Publikum, Workshops oder Schülervorspiele – ist lizenz- und meldepflichtig.[1][2][3] Wird Musik ohne vorherige Anmeldung gespielt, stuft GEMA dies regelmäßig als unlizenzierte Nutzung ein und setzt Vergütungen im Wege der Lizenzanalogie deutlich über dem regulären Tarif an (oft Faktor 2–3 des Normtarifs, ergänzt um pauschale Bearbeitungsgebühren). Zusätzlich kann GEMA nach § 97 UrhG Unterlassung und Schadensersatz fordern; Gerichte orientieren sich hierbei an Mehrfachen der üblichen Vergütung. Für ein kleineres Tanzunternehmen mit z.B. 20 Aufführungen pro Jahr und einem regulären GEMA-Kostenblock von etwa 3.000–5.000 € kann eine systematische Unterlizenzierung (vergessene Zusatzvorstellungen, geänderte Saalgröße, falsche Eintrittspreise) leicht zu Nachforderungen von 3.000–10.000 € jährlich führen (100–300 % Aufschlag auf die eigentlich fälligen Gebühren). Bei größeren Tourproduktionen im Theaterverbund mit GEMA-relevanten Jahressummen von 20.000–50.000 € bedeuten Prüfungsfeststellungen schnell zusätzliche 10.000–25.000 € pro Saison. Da GEMA-Daten digital mit Veranstalterangaben, Saalbelegungen und Ticketverkauf abgeglichen werden, steigt das Entdeckungsrisiko.

Key Findings

  • Financial Impact: Quantified: typischerweise 100–300 % Aufschlag auf reguläre GEMA-Gebühren; für kleinere Tanzkompanien ca. 3.000–10.000 € Nachzahlung pro Jahr, für mittlere Häuser 10.000–25.000 € pro Saison
  • Frequency: Regelmäßig bei Tanzschulen, freien Kompanien und kleinen Bühnen, die Programme, Saalgrößen oder Zusatzshows kurzfristig ändern und GEMA-Meldungen nicht nachziehen; typischer Prüfungs- und Nachforderungszyklus alle 2–4 Jahre oder anlassbezogen.
  • Root Cause: Fehlendes Verständnis der GEMA-Pflichten (jede öffentliche Aufführung ist meldepflichtig), manuelle oder papierbasierte Meldungen, fehlende Schnittstelle zwischen Disposition (Spielplan, Zusatzshows), Ticketing und GEMA-Anmeldung, sowie die Annahme, dass GEMA-Pauschalverträge alle Spezialformate abdecken.

Why This Matters

This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Dance Companies.

Affected Stakeholders

Geschäftsführung von Tanzkompanien, Intendanz / Künstlerische Leitung, Produktionsleitung, Disponenten / Spielplaner, Finanz- und Rechtsabteilung, Tanzschulinhaber

Deep Analysis (Premium)

Financial Impact

Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.

Unlock to reveal

Current Workarounds

Financial data and detailed analysis available with full access. Unlock to see exact figures, evidence sources, and actionable insights.

Unlock to reveal

Get Solutions for This Problem

Full report with actionable solutions

$99$39
  • Solutions for this specific pain
  • Solutions for all 15 industry pains
  • Where to find first clients
  • Pricing & launch costs
Get Solutions Report

Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

Related Business Risks

Request Deep Analysis

🇩🇪 Be first to access this market's intelligence