🇦🇺Australia

Fehlentscheidungen bei Sortiments- und Lieferantenauswahl durch falsche Landed-Cost-Vergleiche

2 verified sources

Definition

Landed Cost soll es Unternehmen ermöglichen, die tatsächlichen Gesamtkosten eines Produkts zu bewerten und Lieferanten fundiert zu vergleichen.[5][6] Beispiele zeigen, dass ein scheinbar günstigerer Lieferant mit 50 % niedrigerem Stückpreis durch höhere Fracht- und Nebenkosten am Ende teurer sein kann.[5][6] In der Praxis des Schuhgroßhandels kann eine unvollständige Landed-Cost-Betrachtung (z. B. FOB-only) dazu führen, dass man Produktionsstätten mit niedrigen Einstandspreisen, aber hohen Fracht-, Zoll- oder Verpackungskosten wählt. Dadurch werden ganze Styles oder Größenläufe unwirtschaftlich, obwohl es alternative Lieferanten oder Produktionsländer mit niedrigerem Total Landed Cost gäbe.

Key Findings

  • Financial Impact: Quantified (LOGIC): Studienbeispiele zu Landed-Cost-Vergleichen zeigen, dass der vermeintlich günstigere Lieferant am Ende bis zu 35–40 % höheren Total Landed Cost verursachen kann, wenn alle Kosten eingerechnet werden.[5][6] Übertragen auf einen jährlichen Import-Ware-Einkauf von 5 Mio. AUD im Wholesale-Footwear sind 2–3 % vermeidbare Mehrkosten durch suboptimale Lieferantenentscheidung realistisch, also ca. 100.000–150.000 AUD p.a.
  • Frequency: Saisonale Sortimentsplanung und Lieferantenauswahl (typischerweise 1–2 Zyklen pro Jahr), aber mit mehrjähriger Wirkung, solange Lieferanten beibehalten werden.
  • Root Cause: Fokus auf FOB-Preis statt Total Landed Cost; fehlende granulare Aufschlüsselung der Kosten pro Style/Size; keine Integration von Zollsätzen, Volumengewicht und Risikoaufschlägen in die Beschaffungsentscheidungen; Datensilos zwischen Einkauf, Logistik und Finance.

Why This Matters

The Pitch: Wholesale-Footwear-Player in Australien 🇦🇺 vernichten 2–3 % Einkaufsvolumen durch falsche Lieferantenentscheidungen, weil Landed Costs pro Style/Size nicht transparent sind. Eine automatisierte Total-Landed-Cost-Analyse pro SKU verhindert Fehleinkäufe und ermöglicht Einsparungen im sechsstelligen AUD-Bereich.

Affected Stakeholders

Head of Buying, Category Manager Footwear, Supply-Chain-Manager, CFO, Strategic Sourcing / Procurement

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Financial Impact

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Current Workarounds

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Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

Related Business Risks

Falsche Kalkulation des Einstandspreises pro Artikel/Größe führt zu Margenverlust

Quantified (LOGIC + SOFT): Branchenbeispiele zeigen Verluste von ca. 10 AUD pro Einheit, wenn Landed Costs nicht vollständig berücksichtigt werden.[2] Für einen australischen Schuhgroßhändler mit 50.000 Paaren p.a. in importierten Styles entspricht ein systematischer Unterkalkulationsfehler von nur 2 AUD pro Paar einer Margeinbuße von 100.000 AUD pro Jahr; bei 5 % Umsatzmarge-Ziel entspricht dies typischerweise 2–5 % unerkanntem Margenverlust des betroffenen Sortiments.[1][2][5]

Fehlende oder falsche Ermittlung der bemessungsrelevanten Kostenbestandteile für GST und Zölle

Quantified (LOGIC): Bei einer typischen Importcharge von 200.000 AUD Warenwert und zusätzlichen Fracht/Versicherung/Fees von 40.000 AUD ergibt sich ein Customs Value von 240.000 AUD. Wird fälschlich nur der Warenwert deklariert, sind 10 % GST auf 40.000 AUD, also 4.000 AUD pro Shipment zu wenig gezahlt.[1] Bei 12 Shipments p.a. entspricht das 48.000 AUD falsch berechneter GST pro Jahr. Im Prüfungsfall können Nachforderungen über 4 Jahre plus Zinsen und Strafzuschlag leicht 200.000–250.000 AUD erreichen.

Manuelle Landed-Cost-Verteilung auf tausende Schuh-Artikelnummern führt zu Kapazitäts- und Planungsverlusten

Quantified (LOGIC): Angenommen, pro großer Importlieferung fallen 20–40 Stunden qualifizierte Facharbeit (Cost Accountant, Controller) für Datensammlung, Verteilung und Abstimmung der Landed Costs an, mit Vollkosten von ca. 70–90 AUD pro Stunde, ergibt dies 1.400–3.600 AUD Personalkosten pro Shipment. Bei 24 Shipments p.a. entsprechen die Opportunitätskosten 33.600–86.400 AUD jährlich. Zusätzlich entstehen indirekte Kosten durch verzögerte Preisanpassungen und spätere Reaktionen auf Frachtrate-Änderungen.

Defective Product Chargebacks

$25 AUD fee per chargeback + full transaction value lost if unresolved[1][6]

Vendor Chargeback Disputes

$25 AUD admin fee per chargeback + disputed invoice value[1]

Premium Pricing on Drop Ship Orders

35% discount on retail but 20-50% premium vs bulk wholesale (AUD 10-30 extra per pair)

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