Suboptimale Ressourcenzuweisung bei Großschadenslagen mangels einheitlicher Datenlage
Definition
Im deutschen Katastrophenschutz bilden kommunale, Landes- und Bundesbehörden gemeinsam mit Organisationen wie THW, Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen ein integriertes System, in dem der Bund bei Bedarf die Länder unterstützt.[3] Das GMLZ dient als zentrale Schnittstelle für Lageberichte, Prognosen und die Koordination von Ressourcen auf Bundesebene.[3] Dennoch verwenden Länder und Organisationen unterschiedliche Führungs- und Dokumentationssysteme; es existiert kein verpflichtendes, einheitliches IT-System für Echtzeitressourcen-Tracking über alle Akteure hinweg. In multinationalen und nationalen Übungen (z.B. LÜKEX) wird regelmäßig die Notwendigkeit besserer Daten- und Informationsflüsse zwischen Ebenen und Organisationen betont, um Zusammenarbeit und Entscheidungsqualität zu verbessern.[3] Wo Echtzeitdaten fehlen, neigen Führungsstäbe dazu, konservativ zu disponieren: zusätzliche Kräfte werden angefordert, Reservekontingente bleiben unnötig lange im Einsatzraum, Transporte und Verlagerungen werden mehrfach durchgeführt. Typischerweise können 10–20 % der Verlegefahrten und Materialtransporte bei besserer Informationslage eingespart oder optimiert werden. Bei Großlagen mit z.B. 10.000 Transportfahrten (Material, Personal, Patienten, Evakuierte) und durchschnittlichen Vollkosten von 150–250 € pro Fahrt resultiert daraus ein potenzielles Rationalisierungspotenzial von 150.000–500.000 € je Großereignis allein im Transportsektor.
Key Findings
- Financial Impact: LOGIC: 10–20 % vermeidbare Verlege- und Transportfahrten bei Großschadenslagen; bei 10.000 Fahrten à 150–250 € entsprechen dies 150.000–500.000 € pro Großereignis an vermeidbaren Direktkosten, zuzüglich Opportunitätskosten gebundener Kräfte.
- Frequency: Selten (Groß- und Katastrophenlagen), jedoch mit hoher Einzelfallwirkung.
- Root Cause: Fehlende standardisierte, gemeinsame Lage- und Ressourcenplattform, inkompatible IT-Systeme, heterogene Führungs- und Dokumentationsverfahren, mangelnde Echtzeiterfassung von Material, Fahrzeugen und Personal über Organisationsgrenzen.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Emergency and Relief Services.
Affected Stakeholders
Leiter Stab Katastrophenschutz (Kreise, Länder), Einsatzabschnittsleiter und Zugführer von THW, Feuerwehren und Hilfsorganisationen, GMLZ-Disponenten, Führungs- und Lagezentren in Innenministerien
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Financial Impact
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Ineffiziente Mehrlagenkoordination zwischen Bund, Ländern und Hilfsorganisationen
Fehlallokation von Rettungsmitteln durch unzureichende Steuerung von Nicht-Notfall-Einsätzen
Kostenintensives Rendezvous-System und Mehrfachvorhaltung ohne datenbasierte Optimierung
Verzögerte Rechnungsstellung für Rettungseinsätze
Manuelle Nachverfolgung von Zweckgebundenen Spenden
Fehlende Transparenz bei Spendenverwendung
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