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Fehl- und Unterzahlungen von Tantiemen an Rechteinhaber

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Definition

In Theaterbetrieben werden Tantiemen für Autoren, Komponisten, Regisseure und sonstige Rechteinhaber meist prozentual vom Kartenumsatz, vom Betriebsüberschuss oder über Pools berechnet, ähnlich wie bei Musical-Produktionen, wo 30–40 % der operativen Gewinne im „Royalty Pool“ verteilt werden.[2] Fehler in der Ermittlung der relevanten Umsatzbasis (z.B. Brutto-/Nettoverwechslung, falsche Abzüge, falsche Anwendung von Pool-Prozenten oder Mindestgarantien) führen zu Unter- oder Überzahlungen. Da Rechteinhaber und Verwertungsgesellschaften (wie GEMA) ihre Einnahmen über detaillierte Nutzungs- und Sendemeldungen verteilen[5][7], können unvollständige oder verspätete Meldungen bei Prüfungen der Gesellschaften zu rückwirkenden Nachbelastungen und Zinsforderungen führen. Gerichtliche Auseinandersetzungen oder Nachberechnungen über mehrere Jahre sind typisch im Lizenz- und Film-/Theaterbereich, wenn z.B. Verrechnungspreise oder Beteiligungsrechnungen vom Finanzamt oder von Rechteinhabern angegriffen werden.[1] Branchenberichte zu Musicals zeigen, dass Autoren- und Produzenten-Royalties allein bei Broadway-Produktionen wöchentlich ca. 35.000 $ ausmachen und 3–6 % der Box-Office-Umsätze erreichen; schon ein 1 %-Punkt Fehlberechnung kann hier substanzielle Beträge ausmachen.[2] Übertragen auf deutsche Stadttheater und Privattheater mit 3–10 Mio. € Jahresumsatz liegen typische Royalty-Quoten bei 10–20 % der relevanten Erlöse; systematische Fehlkalkulationen von nur 1–2 Prozentpunkten führen so zu 30.000–200.000 € jährlichen Differenzen, die bei Nachprüfungen schlagend werden.

Key Findings

  • Financial Impact: Quantified (LOGIC): 1–3 % des theaterbezogenen Jahresumsatzes als Risiko für Nachzahlungen, Streitbeilegungen und Zinsen, typischerweise 30.000–200.000 € p.a. für Häuser mit 3–10 Mio. € Umsatz, plus interner Prüfaufwand von geschätzt 80–160 Stunden/Jahr für Korrekturen.
  • Frequency: Laufend; Risiko steigt mit Anzahl der Produktionen, komplexen Pool-Deals und Beteiligungen über mehrere Spielzeiten.
  • Root Cause: Komplexe, individuell verhandelte Tantiemenformeln (Prozent von Bruttokasse, Nettoerlösen, Operating Profit, Royalty Pools, Mindestgarantien), fehlende integrierte Systeme zwischen Ticketing/Buchhaltung/Vertragsverwaltung, manuelle Excel-Berechnungen und unklare Auslegung von Vertragsklauseln.

Why This Matters

This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Theater Companies.

Affected Stakeholders

Kaufmännische Leitung, Intendanz, Produktionsleitung, Finanzbuchhaltung, Rechtsabteilung, Rechte- und Lizenzmanagement

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Financial Impact

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Current Workarounds

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Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

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