🇩🇪Germany

Verzögerte Ausschüttungen von Tantiemen durch langsame Meldungs- und Abrechnungsprozesse

3 verified sources

Definition

Verwertungsgesellschaften wie GEMA oder AKM verteilen Lizenzerlöse nur in bestimmten Intervallen und basierend auf den vorliegenden Nutzungsberichten (z.B. mehrmals pro Jahr je nach Nutzungskategorie).[4][5][7] Wenn Theater ihre Aufführungen, Einspielergebnisse oder Musiknutzungen verspätet melden oder nachträglich korrigieren, verschiebt sich die Zuordnung der Lizenzgebühren an die Rechteinhaber häufig um ein oder mehrere Ausschüttungszyklen. AKM beschreibt z.B., dass für bestimmte Nutzungskategorien (z.B. mechanische Nutzung, Radio/TV) nur ein- bis zweimal jährlich abgerechnet wird.[4] Fehlen Meldungen oder sind unvollständig, werden Einnahmen zunächst pauschal oder gar nicht zugeordnet und erst nachträglich über Reklamationsverfahren verteilt. Das verursacht zusätzlichen internen Aufwand (Nachrecherchen, Belegsuche, Korrespondenz) sowohl beim Theater als auch bei den Rechteinhabern und führt zu längeren Forderungslaufzeiten (Time-to-Cash) für Kreative. Für Theater mit jährlichen an Verwertungsgesellschaften zu zahlenden Lizenzgebühren im Bereich von 100.000–500.000 € können 10–20 % der Beträge durch verspätete oder korrigierte Meldungen um 6–18 Monate verzögert werden, was bei typischen Finanzierungskosten/Zinssätzen von 3–6 % p.a. einem Opportunitätsverlust im unteren fünfstelligen Bereich entspricht.

Key Findings

  • Financial Impact: Quantified (LOGIC): Opportunitätskosten von ca. 3–6 % p.a. auf 10–20 % der jährlichen Royalty-Zahlungen, z.B. 3.000–12.000 € Zins-/Liquiditätsverlust pro Jahr bei 200.000 € Royalty-Volumen; zusätzlich 40–100 Stunden/Jahr manueller Klärungsaufwand mit Verwertungsgesellschaften und Rechteinhabern.
  • Frequency: Regelmäßig pro Abrechnungsperiode (vierteljährlich bis jährlich), verstärkt bei Spielplanwechseln, Festivals und Sonderprojekten mit vielen Einzelaufführungen.
  • Root Cause: Nicht integrierte IT-Systeme zwischen Ticketing/Dispo, Aufführungsverwaltung und GEMA-/Verwertungsgesellschafts-Meldungen, händische Erfassung von Programmlisten, uneinheitliche IDs für Werke, verspätete Datenerfassung nach Saisonende statt laufender Meldung.

Why This Matters

This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Theater Companies.

Affected Stakeholders

Rechte- und Lizenzabteilung, Dispositionsleitung/Spielplanbüro, Finanzbuchhaltung, Künstlerische Leitung (bei Rückfragen von Autoren/Komponisten), Rechteinhaber (Autoren, Komponisten, Verlage)

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Financial Impact

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Current Workarounds

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Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

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