Fehlkalkulation von Produktkosten durch ungenaues Stoff- und Nähdaten-Tracking
Definition
ERP-Anbieter für Clothing/Consumer Goods/Furniture in Australien betonen, dass durch integriertes Job Costing und Rohprodukt-Handling eine ‚true cost calculation‘ möglich wird.[1] Ohne detailliertes Tracking von Stoffverbrauch (inkl. Verschnitt) und realen Näh-/Polsterzeiten fließen in die Kalkulation nur Sollwerte oder Schätzungen ein. Dadurch werden Modelle mit hohem verstecktem Stoff- und Arbeitsaufwand zu niedrig bepreist; in der Ergebnisrechnung fallen sie erst spät oder gar nicht als Verlustbringer auf, weil Gemeinkosten verteilt werden. Die Folge sind systematisch zu billige Angebote und falsche Entscheidungen zur Sortimentsausweitung in eigentlich unprofitablen Linien. In der Praxis führen schlechte Kostentransparenz und falsche Kalkulationsgrundlagen häufig zu Margenabweichungen von 2–5 Prozentpunkten auf Produkt- oder Projektbasis; bei einem Teil des Sortiments kumulieren sich diese Fehler spürbar.
Key Findings
- Financial Impact: LOGIC: Bei 20 Mio. AUD Jahresumsatz und einer angestrebten Marge von 15 % kann eine durchschnittliche Margenunterdeckung von nur 2 Prozentpunkten auf 25 % des Sortiments zu ca. 100.000–200.000 AUD entgangenem Gewinn pro Jahr führen.
- Frequency: Dauerhaft, solange Kalkulationen auf unvollständigen oder geschätzten Stoff- und Arbeitsdaten beruhen.
- Root Cause: Kein geschlossenes System, das Stoffverbrauch, Zuschnittverschnitt und Näh-/Polsterzeiten auf Artikel- und Projektbasis sammelt; Kalkulation auf Basis von Standardsätzen ohne Rückkopplung aus realen Fertigungsdaten; fehlende Auswertung von Job-Costing-Daten pro Produktlinie.
Why This Matters
The Pitch: Australische Möbelhersteller unterschätzen die wahren Kosten von 10–20 % ihrer Produkte wegen unvollständiger Cut-and-sew-Daten und riskieren dauerhafte Margenverluste. Durch digitale Erfassung von Stoffverbrauch und Nähzeiten je Artikel werden unprofitable Produkte sichtbar und Preise korrigierbar.
Affected Stakeholders
Geschäftsführung, Produktmanagement, Vertriebsleitung, Finanzleiter/Controller, Kalkulatoren
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Evidence Sources:
Related Business Risks
Materialverschnitt und Nachbestellungen durch fehlende Stoffnachverfolgung
Nacharbeit und Ausschuss wegen fehlerhafter Stoffchargen- und Zuschnittzuordnung
Produktionsengpässe und Leerlauf durch manuelle Stoff- und Zuschnittverfolgung
Nicht verrechnete kundenspezifische Stoff- und Näharbeiten
Fehlkalkulation der Materialkosten im Stückverzeichnis
Nicht abgerechnete Varianten und Zusatzleistungen durch unvollständige Stücklisten
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