Nicht verrechnete kundenspezifische Stoff- und Näharbeiten
Definition
Australische Möbel- und Textilfertiger nutzen Job Costing und Work Orders, um Löhne, Material und Zeiten pro Auftrag zu erfassen und die „true cost calculation“ ihrer Produkte zu ermöglichen.[1] In der Praxis werden jedoch zusätzliche Nähgänge, zusätzliche Kissen, Änderungen bei Stoffqualitäten oder -mengen oft direkt in der Werkstatt entschieden und nur unvollständig zurück in Verkauf/Abrechnung gespiegelt, wenn keine strukturierte Datenerfassung im Cut-and-sew-Prozess besteht. ERP-Anbieter weisen darauf hin, dass integrierte Zeiterfassung und Work Orders nötig sind, um alle Arbeitsschritte zu dokumentieren und korrekt zu kalkulieren.[1] Ohne ein solches System bleiben Mehraufwände als „nicht aktivierte“ Kosten in der Produktion hängen, was die Marge schmälert. Erfahrungswerte aus projektorientierter Fertigung zeigen, dass 1–3 % potenzieller abrechenbarer Leistungen nicht fakturiert werden, wenn kein konsequentes Job-Costing mit Rückmeldung aus der Fertigung existiert; konservativ lassen sich 1–2 % Umsatzverlust ansetzen.
Key Findings
- Financial Impact: LOGIC: Ein FF&E-/Objektmöbelhersteller mit 15 Mio. AUD Jahresumsatz verliert 1–2 % nicht fakturierten Zusatzaufwand, also 150.000–300.000 AUD Umsatz pro Jahr.
- Frequency: Kontinuierlich, insbesondere bei Projekten mit vielen kundenspezifischen Anpassungen und kurzfristigen Änderungen.
- Root Cause: Keine systematische Rückmeldung von zusätzlichem Stoff- und Arbeitsaufwand aus der Fertigung an Vertrieb/Abrechnung; fehlende Verknüpfung von Work Orders, Zeiterfassung und Rechnungsstellung; Kultur, kleine Änderungen nicht als Change-Order zu erfassen.
Why This Matters
The Pitch: Maß- und Projektmöbelhersteller in Australien 🇦🇺 verlieren 1–2 % Umsatz pro Jahr, weil zusätzlicher Stoff- und Nähaufwand nicht als Change-Order oder Mehrpreis abgerechnet wird. Eine systematische Erfassung von Stoffverbrauch und Arbeitszeit pro Work Order macht diese Leistungen fakturierbar.
Affected Stakeholders
Vertriebsleiter, Projektleiter, Finanzleiter, Produktionsleiter, Inhaber von KMU-Möbelbetrieben
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Evidence Sources:
Related Business Risks
Materialverschnitt und Nachbestellungen durch fehlende Stoffnachverfolgung
Nacharbeit und Ausschuss wegen fehlerhafter Stoffchargen- und Zuschnittzuordnung
Produktionsengpässe und Leerlauf durch manuelle Stoff- und Zuschnittverfolgung
Fehlkalkulation von Produktkosten durch ungenaues Stoff- und Nähdaten-Tracking
Fehlkalkulation der Materialkosten im Stückverzeichnis
Nicht abgerechnete Varianten und Zusatzleistungen durch unvollständige Stücklisten
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