Fehlende oder fehlerhafte Interconnect‑Erlöserfassung
Definition
Die ACCC legt in ihren Access Pricing Principles fest, dass Zugangsentgelte (einschließlich Interconnection) kostenbasiert und nicht über den stand‑alone‑Kosten liegen dürfen; gleichzeitig sollen sie die direkten inkrementellen Kosten vollständig abdecken.[2] In der Praxis basieren diese Charges auf großen Mengen technischer Nutzungsdaten (CDRs), komplexen Tarifmatrizen und bilateralen Carrier‑Vereinbarungen. Schon geringe Fehlerraten im CDR‑Matching oder in der Tarifanwendung (z.B. falsche Zuordnung von POI, Zeitzonen, Routingpfaden) führen dazu, dass Minuten, SMS oder Datenvolumen nicht abgerechnet oder zu niedrig bewertet werden. In internationalen Benchmarks zur Revenue Assurance in der Telekommunikation werden Verluste von 1–3 % des Serviceumsatzes durch Billing‑Fehler und unvollständige Datensätze als üblich genannt; überträgt man dies konservativ auf australische Carrier mit dreistelligen Millionenumsätzen, ergeben sich leicht mehrstellige Millionenverluste p.a. allein im Bereich Access/Interconnect. Da Access‑Entgelte stark reguliert und margenschwach sind, bleiben systematische Unterberechnungen häufig unerkannt, wenn keine detaillierten, automatisierten Reconciliation‑Prozesse mit Gegenparteien (anderen Carriern, NBN‑Co, MVNO‑Partnern) existieren.
Key Findings
- Financial Impact: Logikbasiert: 1–3 % der Access-/Interconnect‑Erlöse; bei einem Carrier mit AUD 200 Mio. relevanten Wholesale‑Umsätzen entspricht das ca. AUD 2–6 Mio. p.a. an nicht fakturierten oder zu niedrig berechneten Access Charges.
- Frequency: Laufend, in jedem Billing‑Zyklus (monatlich), verstärkt beim Start neuer Interconnect‑Verträge oder Tarifänderungen.
- Root Cause: Hohe Komplexität der kostenbasierten Access‑Preisbildung nach ACCC‑Grundsätzen (TSLRIC), fragmentierte Systeme zwischen Netz, Mediation, Billing und Finance, fehlende automatisierte Reconciliation mit Gegenparteien, unvollständige oder verspätete CDR‑Daten, manuelle Eingriffe bei Tarifpflege.
Why This Matters
The Pitch: Telekommunikationsanbieter in Australien 🇦🇺 verlieren typischerweise 1–3 % ihrer Interconnect‑Erlöse (oft >AUD 2–6 Mio. p.a. bei Umsätzen >AUD 200 Mio.) durch ungenaue Access‑Charge‑Abrechnung und manuelle Settlement‑Prozesse. Automatisierung von CDR‑Matching, TSLRIC‑Tarifanwendung und bilaterischen Abstimmungen eliminiert diesen systematischen Erlösverlust.
Affected Stakeholders
Head of Wholesale & Interconnection, Revenue Assurance Manager, Billing Operations Manager, CFO, Regulatory Affairs Manager
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Verzögerte Zahlungsströme durch manuelle Interconnect‑Abstimmungen
Interconnect‑ und Access‑Missbrauch („Graue Routen“ und manipulative Verkehrsführung)
Fehlentscheidungen bei Access‑Preisstrategien und Netzwerk‑Investitionen
Unbilled Interconnection Charges
Carrier Billing Errors and Overcharges
Unauthorised Carrier Charges
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